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1. Mai Hechteröffnung E-Mail
Geschrieben von: DS   

Frei nach Goethe: "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?" oder Hechteröffnung 2009

 

 

Richu und ich machen uns in den frühen Morgenstunden auf, um die Hechtsaison am Bielermeer in Angriff zu nehmen.

 


Bereits um ca. 06:45 hatten wir unsere Schleppausrüstung am Start und begannen die Fluten des Bielersees umzupflügen. Schon nach wenigen Minuten war uns klar, dass wir nicht die Einzigen auf dem See waren. Zwischenzeitlich wähnten wir uns auf einer Autobahn, man hätte bestimmt von Lüscherz auf die St. Petersinsel wandern können ohne nasse Füsse zu bekommen...

 

So verliessen wir die viel befischten Seeregionen und schipperten Richtung Erlach ohne jeglichen Fischkontakt. Auch auf der anderen Seite am Jura entlang konnten wir keinen Fisch dazu verleiten anzubeissen. Mehrmalige Köder- und Systemwechsel brachten allesammt nichts und so versuchten wir, den Hechten zu zeigen was sie überhaupt machen mussten - selbst das blieb erfolglos.. ;)

Da auch die anderen Fischer von wenig bis gar keinem Fischkontakt sprachen packten wir unsere Sachen und fuhren etwas enttäuscht nach Hause.


In Aarwangen entschlossen wir uns kurzfristig, noch kurz einen Abstecher an die Aare zu machen. Bereits nach wenigen Minuten hatte Richu einen starken Biss. Gekonnt brachte er den 68cm grossen Hecht ans Boot, wo ich ihn feumern konnte.

Etwas ungläubig schauten wir uns an und zuckten mit den Schultern und spontan kam mir Goethes Spruch in den Sinn.

Wir fischten weiter, denn die Hechte schienen hungrig zu sein... 10 Minuten später hatte ich einen Biss und schon lag ein zweiter Hecht im Boot, etwas kleiner als der von Richu, aber mit 58cm immer noch ein schöner Fisch.