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Und wieder schlägt ein Team225-Gast ordentlich zu...

Die klare Vollmondnacht vom 26. Juni 2010 lud regelrecht zu einem Nachtfischen ein. Zu Gast auf dem Boot waren Claudia und Nicu dabei. Kurz vor dem Eindunkeln versenkten wir die fetten Tauwürmer mit ein paar Gramm Blei in der Aare. Die ersten Bisse konnte Claudia registrieren. Es waren wieder Mal Alet, welche die Würmer rund um die grossen Haken abknabberten. Schliesslich blieb dann doch einer hangen und Claudia konnte ihren ersten Alet bis zur Bootskante ziehen. Um ca. 23:00 schlug es mir die Rute um die Ohren. Leider funktionierte die Bremse nicht so wie sie sollte und so verabschiedete sich das Riesending mit einem Bruch des 10 kg Vorfachs. Vermutlich war die Schnur irgendwo an der Rute hängengeblieben... shit happens.
Kurz vor dem Entscheid unsere Sachen zu packen, hatte dann auch Nicu seinen ersten spürbaren Biss. Schnell war klar, dass die kräftigen, stumpfen Schläge in die harte Rute von einem grösseren Fisch stammen sollten. Als wir den Wels mit der Taschenlampe zum ersten Mal fokussieren konnten, erschraken wir doch ein bisschen ab der Grösse. Kurz danach lag ein 98er im Kescher.

Die gefangenen Welse scheinen von Jahr zu Jahr grösser werden. Es lässt sich abzeichnen, dass wir in ein paar Jahren vermehrt grosse Welse an der Angel haben werden. Inwieweit die Welse einen Einfluss auf die anderen Fischarten haben werden, lässt sich noch nicht sagen. Jedenfalls weist dieser Trend darauf hin, dass sich die schleichende Klima- und Wassererwärmung positiv auf wärmeliebende Fischarten auswirkt. Im Gegenzug werden es die Forellen und Äschen immer schwieriger haben, die warmen Sommer zu überleben (was wir natürlich nicht hoffen).
Weiterhin Petri und Gruss
Nachtrag vom 29.6.2010: Gestern Abend haben wir den Wels vertilgt. Zuerst gab es "Fischknusperli", dann die dicken Filetteile auf dem Grill. Ich weiss ja nicht wie ein Murtensee-Wels schmeckt, aber die Aare Welse sind der Hammer! Schneeweisses, zartes Fleisch ohne Geräte... sensationell.
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